2011-09-20Hirschfelde und der Fluch des Qualifikations- Spieles
Zum fünften Mal in Folge stand das Erstbundesligateam vom FSV  Hirschfelde im baden-  württembergischen Vaihingen/Enz in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und scheiterte zum fünften Mal im Qualifikationsspiel für das Halbfinale. "Es ist wie verhext und eigentlich zum Heulen. Wir können diese Hürde einfach nicht überspringen. Wir hatten uns soviel vorgenommen und sind jetzt alle maßlos enttäuscht.", fand Spielführerin Linda Scholze, wie ihre Mannschaftskameradinnen den Tränen nahe, als Erste die Worte wieder. Dabei schien die Aufgabe gegen den Tabellendritten der Bundesliga Nord TV Jahn Schneverdingen lösbar. Nach dem verlorenen ersten Satz (5:11) kamen die Hirschfeldrinnen besser ins Spiel und entschieden den zweiten klar mit 11:7 zu ihren Gunsten. Im dritten Satz ständig in Führung liegend vergab das FSV- Team drei Satzbälle und mußte sich am Ende mit 11:13 geschlagen geben. "Das war wohl der Knackpunkt der Begegnung, denn anschließend begann das große Nervenflattern. Dabei kann der Mannschaft kein Vorwurf gemacht werden, nicht gekämpft zu haben. Ganz im Gegenteil", resümierte Trainer Andreas Saal. Hirschfelde lag im vorentscheidenden vierten Satz schnell mit 2:4, dann mit 3:6 im Rückstand. Die Mannschaft bäumte sich zwar noch einmal auf und glich zum 8:8 aus, konnte aber die 8:11- Satz- und damit die 1:3 Niederlage gegen das Team aus der Lüneburger Heide nicht mehr verhindern. "Leider ist es uns nicht gelungen, an die Leistungen des letzten Bundesligaspieltages anzuknüpfen. In dieser Form wäre  der Einzug ins Halbfinale durchaus möglich gewesen", waren sich Spielerinnen und Trainer einig. Trotzdem, zum fünften Mal in Folge bei den nationalen Meisterschaften den fünften Platz zu belegen und seit 2007 zu den besten sechs Damenmannschaften in Deutschland zu gehören, muss den Hirschfelderinnen erst einmal  ein Faustballteam nachmachen.
Im Finale setzte sich der Ahlhorner SV glatt in drei Sätzen (14:12, 11:9,11:6) gegen den SV Moslesfehn durch und feierte damit seinen siebten Titel auf dem Feld. Bereits zum achten Mal triumphierte bei den Männern der TSV Pfungstadt, der im Endspiel den TB Brettdorf mit 3:1 (11:7,11:7,9:11,12:10) besiegte.

FSV Hirschfelde: Linda Scholze, Anja Putzmann, Tina Schumann, Susann Vogel, Peggy Rathmann, Jeannette Weu, Nelli Schumann, Maxi Vogel, Pauline  Brun

DM- Endstand Frauen: 1. Ahlhorner SV, 2. SV Moslesfehn, 3. TV Jahn Schneverdingen, 4. TSV Dennach, 5. FSV 1911 Hirschfelde und TSV Karlsdorf
Männer: 1. TSV Pfungstadt, 2. TB Brettdorf, 3. VfK Berlin, 4. TV Unterhaugstett, 5. TV Vaihingen/Enz und Ahlhorner SV

Reiner Seifert
Sächsische Zeitung

 
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