2013-05-14Heimspieltag 1. Bundesliga Damen am 12.05.13
In der inzwischen schon zehnten Bundesligasaison liegt die beste Mannschaft Ostdeutschlands gut im Rennen.
In dieser Saison wollen es die "Faustballerinas" noch einmal wissen, soll es beim zehnten Anlauf mit einer Medaille endlich klappen. Schließlich ist es vielleicht der letzte Anlauf in der seit Jahren bewährten Formation. Einige langjährige Stammspielerinnen sind in einem Alter, in dem man an Familienplanung denkt. Der FSV 1911 Hirschfelde ist im Feldfaustball der Damen zwar die unumstrittene Nummer eins in den neuen Bundesländern und gehört zu den besten sechs Mannschaften in Deutschland, ein Medaillenplatz blieb den Hirschfelderinnen aber bislang versagt. Fünfmal stand das Team bereits in der DM- Endrunde und verpasste jedes Mal, wenn auch nur knapp, das Halbfinale. "Deshalb gibt es für uns nur ein Ziel: Platz eins bis drei in der Bundesliga Süd und die damit verbundene Qualifikation für die Finalrunde", sind sich Trainer und Spielerinnen einig. "Unsere eingespielte und bundesligaerfahrene Mannschafft verfügt durchaus über das spielerische Niveau, um dieses Ziel zu erreichen. Es darf aber keine Spielerin kurz- oder langfristig ausfallen - dann wird es eng", weiß nicht nur Trainer Andreas Saal. Nach den gewonnenen zwei Auswärtsspielen gegen den TV Eibach 03 und den TSV Karlsdorf ging ausgerechnet das erste Heimspiel in die Hosen. Gegen den ATS Kulmbach kassierten die Gastgeberinnen eine bittere 1:3 Niederlage. Während der erste Satz mit 11:9 noch gewonnen wurde, entschieden die Gäste die beiden folgenden Sätze mit 13:11 und 11:8 zu ihren Gunsten. Im vorentscheidenden vierten Satz führte das FSV- Team schon mit 8:4, um am Ende noch mit 13:15 zu verlieren. Wieder einmal wurde deutlich, dass sich die "Faustballerinas" vor heimischer Kulisse zu viele Gedanken machen, unbedingt gewinnen wollen und dabei verkrampfen. "Wir hatten heute in der Abwehr einige Probleme und waren im Angriff nicht konsequent genug", konnte auch Spielführein Linda Scholze ihre Enttäuschung nicht ganz verbergen. Die Niederlage hinterließ jedoch keine Wirkung, sodass anschließend der Aufsteiger TV Bretten klar in drei Sätzen (11:6, 11:4, 11:4) bezwungen wurde. "Wir müssen uns weiter steigern, vor allem das Zuspiel verbessern sowie die Abwehr stabilisieren und auf dem Spielfeld mehr miteinander reden", bemängelte Trainer Saal.

Für den FSV 1911 Hirschfelde traten an: Linda Scholze, Anja Putzmann, Peggy Rathmann, Susann und Maxi Vogel, Pauline Brun, Nelli und Tina Schumann

Reiner Seifert - Sächsische Zeitung

Foto: Frank Neumann

 

 
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